Tutanchamun Ausstellung Basel

Die Tutanchamun Ausstellung fand untet dem Titel “TUTANCHAMUN - DAS GOLDENE JENSEITS”  vom 7. April - 3. Oktober 2004 im Antikemuseum in Basel statt.  Über 600′000 Besucher haben die Ausstellung besucht. Diese Tutanchamun Ausstellung stoss national sowie auch international auf ein phänomenales Medieninteresse.

Reprise: TUTANCHAMUN - DAS GOLDENE JENSEITS, 7. April - 3. Oktober 2004

Zwischen 1961 und 1981 war der Grabschatz des Tutanchamun in mehreren Sonderausstellung auf der ganzen Welt zu sehen und begeisterte Millionen von Besucherinnen und Besuchern.
Begleitend sind eine grössere Zahl Ausstellungskataloge erschienen, die den Grabschatz und seine Entdeckung durch Howard Carter im Jahre 1922 in den Vordergrund stellen. Diesen Faden erneut aufzugreifen, erschien uns wenig sinnvoll. Die Grabausstattung des Tutanchamun sollte dieses Mal in einem grösseren Kontext präsentiert werden, nämlich im Vergleich zu den Funden aus den anderen Königsbestattungen im Tal der Könige zur Zeit der 18. Dynastie.

Die räumliche wie die zeitliche Begrenztheit der Bestattungen im Tal der Könige macht dieses zu einem einzigartigen Ort für die Untersuchung der dort erhaltenen Grabausstattungen. Der Grabschatz Tutanchamuns ist nahezu unversehrt und wurde durch seinen Entdecker Howard Carter (1874-1939) ausgezeichnet dokumentiert. Die Funde aus den übrigen Königsgräbern der 18. Dynastie sind im Vergleich dazu bescheiden und kaum beschrieben. Dennoch hat sich so viel erhalten, dass eine Aussage über deren Inhalt und Entwicklung gemacht werden kann.

Als besondere Gunstbezeugung des Königs erhielten während der 18. Dynastie auch Mitglieder der königlichen Entourage, Familienangehörige und Hofbeamte, eine Bestattung im Tal der Könige. Dies macht es uns möglich, die königlichen Grabausstattungen mit denen der Elite zu vergleichen. So sind neben 50 der schönsten Grabfunde Tutanchamuns auch Funde aus den Gräbern Amenophis’ II. und Thutmosis’ IV zu sehen, ferner Grabobjekte des Wedelträgers Maiherperi und der Schwiegereltern von Amenophis III., Juja und Tuja. Das Grab von Juja und Tuja war vor der Auffindung des Grabes von Tutanchamun die am meisten gefeierte Entdeckung im Tal der Könige. Einige Grabbeigaben, die in der Ausstellung gezeigt werden, verlassen Ägypten zum ersten Mal.

Im Ausstellungskatalog bildet das Grab des Tutanchamun den Ausgangspunkt für die Untersuchung der königlichen Grabausstattungen der 18. Dynastie. Es wird der Frage nachgegangenen, wie eine königliche Grabausstattung jener Zeit zusammengesetzt war, welche Bedeutung ihre einzelnen Elemente besassen und welches die Unterschiede zu  den wenigen bekannten Elitebestattungen im Tal der Könige sind.

Für die Präsentation der Grabfunde in der Ausstellung sind neben wissenschaftlichen vor allem ästhetische Gesichtspunkte wichtig. So sind die Exponate zwar chronologisch geordnet und in einzelne Bereiche zusammengefasst, aber die im Katalog erarbeiteten Resultate werden nicht visualisiert.

Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt im in einem Einführungsraum, in dem der Besucher mit Hilfe verschiedener Medien in die Ausstellung eingestimmt wird. Hernach gelangt man in die unterirdisch gelegene Ausstellung, die in verschiedene Bereiche eingeteilt ist: Frühe Königsgräber der 18. Dynastie, das Grab von Juja und Tuja, Echnaton und die gheimnisvolle Bestattung in KV 55 und der Grabschatz des Tutanchamun. Am Ende der Ausstellung kann ein Faksimile-Nachbau des Grabes von Tutanchamun begangenen werden. Eine gratis abgegebene Broschüre führt durch die Ausstellung und vermittelt weitere Informationen.